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Lieferengpässe wegen Corona-Virus: KISS Modellbahnen stellt Insolvenzantrag

Beitragsserien: Insolvenzverwaltung
  • Suche nach Investoren beginnt
  • Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter
  • Sanierungsexperte Mirko Lehnert von Schiebe und Collegen zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt

 

DARMSTADT, 12. März 2020. Der Modelleisenbahn-Hersteller KISS Modellbahnen GmbH & Co. KG aus Viernheim hat am 11. März 2020 beim zuständigen Amtsgericht Darmstadt Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Sanierungsexperte Rechtsanwalt Mirko Lehnert von der Kanzlei Schiebe und Collegen bestellt.KISS Modellbahnen

Das bereits seit mehr als 30 Jahren bestehende Familienunternehmen stellt in Handarbeit gefertigte Modelleisenbahnen her und zählt zu den Marktführern im Premiumsegment. Durch die Verwendung hochwertigster Materialien und ausgereifter Fertigungstechniken bestechen die in Kleinserie produzierten Modelle durch herausragende Qualität und eine nahezu perfekte Umsetzung des originalen Vorbilds. Eisenbahnenthusiasten und Sammler schätzen zudem die Wertbeständigkeit der Produkte und den exzellenten Kundenservice von KISS Modellbahnen.

Dem Gewinnrückgang der vergangenen Jahre konnte das Unternehmen mit einer Ausweitung der Produktpalette und einer damit einhergehenden Umsatzerhöhung nur teilweise entgegnen. Verschärft hatte sich die Situation aufgrund der sich ausweitenden Corona-Krise im Februar dieses Jahres: So konnte die Lieferung einer neuen Produktserie von Modelllokomotiven nicht wie geplant bei einem der chinesischen Hauptlieferanten abgerufen werden. In der Folge geriet KISS Modellbahnen in Lieferschwierigkeiten gegenüber Kunden und damit schließlich in Liquiditätsprobleme. Schließlich sah sich der Geschäftsführer Stefan Kiss zur Insolvenzantragstellung veranlasst: „Mein größtes Interesse in der aktuellen Situation besteht darin, unseren langjährigen treuen Kunden in den nächsten Jahren weiterhin mit unseren Modellen und Service zu begeistern“.

Das Unternehmen hat volle Auftragsbücher. Für das Jahr 2020 befinden sich bereits drei weitere Kleinserien von Eisenbahnmodellen in der Planung und Entwicklung. Für den überwiegenden Teil dieser Modelle liegen bereits Kundenbestellungen vor. Derzeit fehlt es dem Unternehmen jedoch an den finanziellen Mitteln, um die Produktion anzuschieben.

Gemeinsam mit der Geschäftsführung führt ein Expertenteam von Schiebe und Collegen den Geschäftsbetrieb des Unternehmens derzeit fort. „Vor dem Hintergrund des hier gegebenen Sanierungspotentials haben wir parallel zum operativen Geschäft einen Investorenprozess initiiert, um kurzfristig eine möglichst nachhaltige Sanierungslösung für das Unternehmen zu finden“, so der vorläufige Insolvenzverwalter Mirko Lehnert. Die Zahlung der Löhne- und Gehälter der Mitarbeiter des Unternehmens werden durch eine Vorfinanzierung der Ansprüche auf Insolvenzgeld gesichert werden können.

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